


Das die Bestrebungen der Wohnungsbaugenossenschaften in volkswirtschaftlicher, gesundheitlicher und sozialer Hinsicht die allergrößte Bedeutung haben, steht heute für jeden objektiv Denkenden außer Frage. Ebenso zweifellos ist aber auch, daß die Segnungen dieser Genossenschaften noch viel weiteren Kreise unseres Volkes zuteil werden können und müssen. So dankbar in dieser Beziehung die moralische und tatkräftige Unterstützung durch staatliche und kommunale Behörden anzuerkennen ist, so bleibt doch der größte Teil der Arbeit der Selbsthilfe überlassen. Es erscheint also notwendig, dass die Wohnungsbaugenossenschaften ihren Einfluss immer mehr verstärken, ihr Tätigkeitsfeld immer mehr und für Ihre Ideen in immer weiteren Schichten der Bevölkerung Verständnis und Interesse erwecken.
Auszug aus: Das Eigenheim Zentral-Organ für die Baugenossenschaften Deutschlands vom 15. Juni 1905
Dem Gründer und verdienstvollen Förderer der Gemeinnützigen Baugenossenschaft e.G.m.b.H. Rheinberg Herrn Prälat Dr. Aloys Wittrup in Dankbarkeit gewidmet.
Vorstand / Aufsichtsrat
Rheinberg, den 2. April 1939

1904
Mit der Industrialisierung der Region im 19. Jahrhundert wuchs auch in Rheinberg der Bedarf an Wohnungen. Die Initiative zur Gründung einer Wohnungsgenossenschaft, deren Mitglieder bereit waren zur Selbsthilfe zu greifen, um die Wohnungsnot zu beseitigen, ergriffen u. a. Kaplan Aloys Wittrup, der auch lange Jahre im Vorstand der Genossenschaft aktiv tätig war und Bürgermeister Roll.
Sitz der Geschäftsstelle: Großer Markt 1 in Rheinberg.
Die Bautätigkeit begann an der Alpener Straße mit elf Reihenhäusern, die später im Volksmund die 11 Schillschen Offiziere genannt wurden. Bis zum Ausbruch des ersten Weltkrieges 1914 entstanden weitere Häuser.
1911
Der Vorsitzende des Aufsichtsrates
Röll, Bürgermeister

1921
An der Fossastraße

1924/1926
An der Xantener Straße und der Fossastraße

1939-1945
Während des 2. Weltkrieges und auch nach Beendigung des 2. Weltkrieges waren die Lebens- und Hygienebedingungen sehr schlecht und der Bevölkerung mussten Wohn- und Gesundheitsregeln ausgehändigt werden.

1943
Verschmelzung der ehemaligen Gemeinnützige Baugenossenschaft eGmbH in Ossenberg mit der Gemeinnützige Baugenossenschaft eGmbH in Rheinberg
Nach dem 2. Weltkrieg war die Wohnungsnot besonders gravierend. Zerstörte Häuser mussten wieder bewohnbar gemacht werden und viele Mitglieder verließen die Genossenschaften. Mit der Weltwirtschaftskrise begann auch die Krise beim genossenschaftlichen Wohnungsbau.
Als mit der Währungsreform von 1948 der soziale Wohnungsbau staatlicherseits wieder gefördert wurde, baute die Wohnungsgenossenschaft weitere Wohnungen an der Lindenstraße
1952-1953
Neubau von Zwei- und Mehrfamilienhäuser am Betweg, an der Nikolaus-Palm-Straße und weitere Häuser an der Lindenstraße

1953
Diese Einladung zur Mitgliederversammlung aus dem Jahr 1953 ist ein echtes Stück Zeitgeschichte. Sie dokumentiert die damalige Tagesordnung und die Weichenstellungen der Genossenschaft mitten in den Jahren des Wiederaufbaus.

1955-1956
An der Gartenstraße, der Kolpingstraße und Berkevoortshofstraße
1957
An der ehemaligen Rosenstraße / Königsberger Straße
1960
Rosenstr. 14+16 (heutige Fossastr. 31+33)
1960-1969
An der Ritterstraße, Bernburger Straße, Schützenstraße und Fossastraße
1977
Am Zeisigweg 2-6 öffentlich geförderter Wohnraum
1979
Der Wohnraum wurde von 43 Wohnungen vor dem ersten Weltkrieg auf knapp 300 Wohnungen gesteigert


1981
Auf der Fossastraße 5
1986
Königsberger Straße 9-13,
15+15 A und Fossastraße 31+33 mit jeweils einer Wohnung
1991/1992
Mit dem Bau von 12 öffentlich geförderten und 4 freifinanzierten Wohnungen am Zeisigweg 8+10 schufen wir in den Jahren 1991/1992 dringend benötigten Wohnraum in Rheinberg. Ein historischer Zeitungsbericht erinnert an das feierliche Richtfest.

1995
Von 6 öffentlich geförderten und 2 freifinanzierten Wohnungen auf dem Zeisigweg 12
1999-2001
Auf den Abriss der alten Lindenstraße 1–7 in den Jahren 1999/2000 folgte im Jahr 2000 der Neubau von 6 Wohnungen an der Lindenstraße 1 sowie im Jahr 2001 der Neubau von 12 weiteren freifinanzierten Wohnungen an der Lindenstraße 3+5
2003
Auf der Lindenstraße 3+5
2004
Abriss der alten Lindenstraße 9+11 und Neubau von 12 freifinanzierten Wohnungen auf der Lindenstraße 7+9 nebst Tiefgarage.
Zudem haben wir 2004 das 100-jährige Jubiläum gefeiert.

2007
Von 42 Wohnungen auf der Bernburger Straße 2-10 und der Fossastraße 42+44
2010/2011
Kernsanierung und energetische Sanierung von 36 Wohnungen auf der Fossastraße 31+33 und der Königsberger Straße 9-15a nebst Schaffung von Dachgeschosswohnungen auf der Fossastraße 31+33
2013
Auf der Gartenstraße 6-28 sowie Fassadendämmung auf dem Zeisigweg 8-12
2015
Der Lindenstraße 2-24 sowie die Nikolaus-Palm-Straße 5-11
2016
Der Häuser auf der Alpener Straße 293-305a und der Vittenbergstraße 7+9/13-23
2017
Auf der Ritterstraße 3

2019
Von 28 Wohnungen auf dem Zeisigweg 2-6
2023/2024
2021-2024
Als Niedrigenergiehäuser auf der Lindenstraße 11+13




2025
Im Jahr 2025 wurde das Gebäude an der Nikolaus-Palm-Straße 11 umfassend modernisiert.